Gentechnik kann auch Spaß machen!

Hallo und ein herzliches Willkommen an die Besucher*innen der Walter-Gropius-Homepage. Vermutlich seid ihr hier, um zu erfahren was der Bio-Leistungskurs der 13. Klasse am Mittwoch, den 11.01.2023 im Bio-Labor in Berlin-Buch gemacht hat. Dann seid ihr hier genau richtig.  Aufgrund der starken Leistung, die wir fünf Schüler*innen an diesem Tag gezeigt haben, haben wir die Chance erhalten, euch einen Eindruck über die Vorgehensweise im Bio-Labor zu geben.

Wie bereits erwähnt, befindet sich das Labor in Berlin-Buch, was ein ganzes Stück von der Schule entfernt liegt. Trotzdem war die Freude groß und so machten wir uns auf den Weg. Eine Stunde später im Labor angekommen, durften wir unsere Sachen erstmal ablegen und uns wichtig fühlen, indem wir alle weiße Kittel tragen durften. Dort trafen wir das erste Mal auf die wirklich sehr nette Biologin Frau Littmann, die uns den ganzen Tag begleitet hat. Zunächst führte sie uns in das Thema ein und stellte Fragen wie: Denkt ihr, ihr seid heute in irgendeiner Form schon mit Gentechnik in Berührung gekommen? Sie erklärte uns, dass wir jeden Tag mit gentechnisch veränderten Produkten in Berührung kommen, z. B. immer dann, wenn wir uns die Zähne putzen. Die Zahnpasta enthält nämlich Enzyme, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten Bakterien hergestellt werden.

Fr. Littmann erklärte uns auch, dass es verschiedene Arten von Gentechnik gibt: Grüne Gentechnik – Anwendung bei Pflanzen, rote Gentechnik – Anwendung in der Medizin und Pharmazeutik, weiße Gentechnik – Anwendung in der Industrie. Dies geklärt, zeigte sie uns wie man mit den Geräten im Labor umgeht, wie z.B. mit den Pipetten, mit denen man mit wenigen Mikrolitern Flüssigkeit arbeiten kann. Als nächstes ging es aber ans Eingemachte. Das Ziel war es, ein Fremdgen in Bakterien einzubringen und dieses anschließend nachzuweisen. Bei dem Fremdgen handelte es sich um das GFP-Gen, das dazu führt, dass die Bakterien unter UV-Licht grün fluoreszieren. GFP steht für green fluorescent protein. Da die Bakterien eine Nacht benötigen um zu wachsen, hat uns Fr. Littmann schon fertige Bakterienkolonien mit dem Fremdgen gezeigt. Und tatsächlich: Es gab viele schöne grün fluoreszierende Bakterien. Der Einbau des Fremdgens hat also geklappt!

Zusammenfassend kann man sagen, dass dies eine sehr spezielle Exkursion war, jedoch unheimlich Spaß gemacht hat. Es war schön zu sehen wie es eigentlich im Labor zugeht und nicht nur die Theorie aus dem Unterricht zu hören, sondern das ganze wirklich mal live vor Ort zu sehen. Ich spreche vermutlich für viele, wenn ich sage es war ein unvergessliches Erlebnis!

 

Rozvin Banko, Tarek Mardini, Jasin Ljuma, Ali Nejme, Hinouz Banko (für den Bio-LK 13 von Fr. Thal)