Geschichte der Schule

Die Walter-Gropius-Schule liegt im südlichen Teil des Bezirks Neukölln von Berlin, in der sogenannten Gropiusstadt, die in den sechziger Jahren errichtet worden ist.

Am 19.04.1968 wurde der Schulbetrieb der ersten Neuköllner Gesamtschule in dem neuen, von Walter Gropius entworfenen Schulgebäude in der Fritz-Erler-Allee aufgenommen. Die Gründung der Walter-Gropius-Schule war aufgrund einer Anregung des damaligen Schulsenators Evers im Zusammenhang mit der Planung des Neubaugebietes Britz-Buckow-Rudow erfolgt, für die Walter Gropius verantwortlich zeichnete; der heute bekannte Name Gropiusstadt hat darin seinen Ursprung.

Die Walter-Gropius-Schule war die erste Ganztagsgesamtschule in Deutschland und Senator Evers prägte damals den Begriff "Mutterkloster der Gesamtschulen", als im Winter 1968/69 die gerade gegründete Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule (GGG) in der Walter-Gropius-Schule ihren ersten Gesamtschulkongress durchführte. Viele Besucher aus dem In- und Ausland besuchten die Schule, um sich von den Möglichkeiten einer neuen Schulform zu überzeugen. Die Schülerzahlen sind nach Abschluss der Aufbauphase, die letztlich 1972 durch die Errichtung eines mobilen Klassenraumtrakts mit acht Unterrichtsräumen für die ersten und zweiten Klassen und einer Nebenstelle der Neuköllner Stadtbibliothek zu Ende ging, fast konstant geblieben.

Seit dem Beginn der Schule überstieg die Nachfrage nach Schulplätzen die Kapazität der Schule. Das ist bis heute so geblieben, und zwar sowohl für die Aufnahme in die ersten Klassen als auch für den bilingualen Zug in der 7. Klasse. Seither hat sich auch die Größe des Kollegiums in den mehr als vierzig Jahren der Schulgeschichte nicht wesentlich verändert.

Aktuell ist die Walter-Gropius-Schule eine der größten allgemeinbildenden Schulen im Bezirk Neukölln mit einer stabilen großen gymnasialen Oberstufe.

Ca. 950 Schülerinnen und Schüler, von der 1. Klasse bis zum Abitur, lernen jetzt in der Walter-Gropius-Schule. Dabei helfen ihnen 85 Lehrkräfte und über 20 ErzieherInnen und 4 SozialarbeiterInnen.

Die Schule umfasst eine in der Regel dreizügige Grundschule mit ganztägigem Betreuungsangebot, in der ab der 1. Klasse wahlweise das Fach Englisch belegt werden kann. Die Mittelstufe (7. bis 10. Klasse) besteht aus drei bis vier Klassen pro Jahrgang mit gebundenem Ganztagsbetrieb in abweichender Organisationsform.

Einen Schwerpunkt bildet ein breit gefächertes Angebot an Wahlpflichtfächern. In Schülerarbeitsstunden werden die Unterrichtsinhalte vertieft und ein Teil der Hausaufgaben bearbeitet.

Die gymnasiale Oberstufe (11. bis 13. Klasse) besteht aus drei elften Klassen und dem zwölften und dreizehnten Jahrgang des Kurssystems und existiert seit der Gründung der Schule. Die ersten Abiturprüfungen wurden 1971 durchgeführt.

 

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